Dea Artio - Alpenwut

Dea Artio
Alpenwut

In die Berg bin i gern! Zum dritten Mal (die Neuaufnahme „Zurück in die Waldwacht“ sowie die Split CD mit In Dornen, Winter’s Breath und Adders Fork nicht miteingerechnet) nimmt uns Mastermind Kvein aka Kevin Kuchlmayr mit auf eine musikalische Wanderung durch die heimische Bergwelt. Majestätisch, fast Filmsoundtrack-artig begleitet uns der „Alphornklang“ auf den ersten Metern unseres Weges. Mit dem Einsetzen von Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang wird klar, dass Kvein für sein neues Album den Härtegrad in die Höhe geschraubt hat, so schallt die Musik diesmal um einiges aggressiver und teils auch in höherem Tempo entgegen als auf den Vorgängeralben, ohne dabei auf ruhige, epische Passagen zu verzichten.  
 
Gesanglich wird diesmal auch Death Metal-Growling eingebaut („Zeitlos Wanderschaft“) das sich mit den von den Vorgängeralben bereits bekannten black-metallischen Vocals abwechselt. Einmal mehr setzt Kvein beim Songwriting auf epische Länge, vom zweieinhalbminütigen, akustischen „Trauer“ abgesehen bleibt keines der Stücke unter der sechseinhalb Minuten Marke. Teils stehen mehr Aggressivität und Geschwindigkeit im Vordergrund, während eine Nummer wie „Des Gipfels schwere Last“ sich melancholisch und in schleppendem Tempo aus den Boxen windet. 

Fazit:

„Alpenwut“ vereint die bereits von den Vorgängeralben bewährten Trademarks mit einer Steigerung des Härtegrades, durch den Einbau Soundtrack-artiger Elemente wurde aber auch der Epik- und Bombast-Anteil in die Höhe geschraubt. Dadurch, und auch weil das Songwriting nochmals verbessert werden konnte, ist das Album sicherlich das bisher stärkste in der Diskographie von Dea Artio. Anspieltipps: Alphornklang, Alpenwut. 

Trackliste:

01 - Alphornklang
02 - Zeitlos Wanderschaft
03 - Bergwärts
04 - Trauer
05 - Alpenwut
06 - Des Gipfels Schwere Last
07 - Im Abgrund

Line-Up:

Kvein - All Instruments, Vocals