Chaos Insignia - Crown Of The Infernal Code

Chaos Insignia
Crown Of The Infernal Code

Bestial Black/Death Metal aus Rumänien, die Stibezeichnung lässt mich schon etwas unruhig werden. Dass der Mainman hinter der Truppe, Goat Ravisher mit seinem damaligen Soloprojekt Mongreth nicht gerade Balsam für die Ohren fabrizierte (vorsichtig ausgedrückt), lässt die Bedenken auch nicht unbedingt weniger werden und man rechnet vorsichtshalber schon mal mit dem Schlimmsten.
 
Glücklicherweise belehren mich Chaos Insignia eines Besseren. Der Opener „Oblivion Forge Defiler” brettert ziemlich aus den Boxen, ist aber mehr beim technisch angehauchten Death Metal zuhause als beim stumpfen War Metal Gekloppe. Sicher wird man damit jetzt keinen Preis für Innovation gewinnen, aber schlecht ist das Ganze nicht, was man von den Rumänen zu hören bekommt. Musikalisch scheinen Größen des US-Death Metals wie Deicide oder Morbid Angel ein Einfluss gewesen zu sein, was definitiv eine gute Referenz ist. Obwohl überwiegend rasend schnell und brutal musiziert wird, sind die Stücke recht abwechslungsreich ausgefallen, es werden Tempo- und Rhythmuswechsel eingebaut und besonders die versierten Gitarrensoli stechen positiv hervor. Leichte Industrial-Einsprengsel wie bei „Molten Crusade“ oder das rein elektronische Zwischenspiel „Primordial Data Ascension“ passen gut zum technologischen Okkultismus sowie den sonstigen Science Fiction-Themen, welche inhaltlich behandelt werden. Eine Nummer wie „Dark Gate Opened“ setzt statt nur auf rasende Blasts auch auf langsamere Doom/Death-Passagen, auch Stücke wie „Codecrucifixion“ oder „Acid upon the Massgrave“, bewegen sich zum Teil mehr im schleppenden Midtempo.
 
Für den Gesang konnte man verschieden Gastsänger gewinnen, zum Teil auch sehr bekannte Namen wie Themgoroth (Ex-Dark Funeral), Morean von Dark Fortress oder Narqath von Azaghal. Abgesehen von den zwei Instrumentalen ist auf jedem der Stücke ein Gast vertreten (beziehungsweise zwei bei der Schlussnummer „Acid upon the Massgrave“), welcher sich mit Insinerator an den Vocals abwechselt, was oftmals einen spannenden Kontrast zu dessen Growls darstellt und zusätzlich zur Abwechslung beiträgt.   

Fazit:

Chaos Insignia aus Rumänien legen mit „Crown of the Infernal Code“ ein ziemlich starkes Debütalbum vor, das brutalen Death/Black Metal mit kalten Industrial-Einflüssen kombiniert und nicht nur wegen der unterschiedlichen Gastsänger mit Abwechslungsreichtum punkten kann. Mein persönlicher Anspieltipp wäre das etwas langsamere „Dark Gate Opened“ mit Paul Tucker von Sathanas.  

Trackliste:

01 - Oblivion Forge Defiler (feat. Odemark)
02 - Throne Of Circuitfire (feat. Heergott)
03 - Molten Crusade (feat. Themgoroth)
04 - Dark Gate Opened (feat. Paul Tucker)
05 - Mantra For Al-Zerath
06 - Profane Firmware (feat. Ustumallagam)
07 - Codecrucifixion
08 - Ceremonial Extraction (feat. Hrafn)
09 - Primordial Data Ascension
10 - Acid Upon The Massgrave (feat. Narqath U. Morean)

Line-Up:

Goat Ravisher - Rhythm Guitar, Bass
Brain Scorcher - Lead Guitar, Backing Vocals
Nuclear SawRipper - Drums
Insinerator - Vocals