Kaiserreich - Kaiser V    KAISERREICH
    Kaiser V

    Release:  Februar 2023
    Label:  Christhunt Productions
    Stil:  Black Metal
    Spieldauer:  47 Minuten, 40 Sekunden
    Punkte:  9 von 10
    Homepage:  www.facebook.com/kaiserreich.it

    In der Datenbank seit:  03.04.2023 / 18:33:36
    Gelesen:  65x  (seit Datenbankeintrag)

„Epic. Tragic. Triumphant. Black Metal“ verspricht der Youtube-Teaser von „Kaiser V“, dem fünften Album der Italiener Kaiserreich. Die Truppe ist seit 2004 aktiv und hat sich auf ihren bisherigen Alben, wenn man mangels Kenntnis der selbigen den Schreiberkollegen Glauben schenken darf, von der Darkthrone-inspirierten Old School-Variante des Genres über Depressive bis hin zum Black Metal mit Post-Einflüssen entwickelt. Der Opener „Crimson Monarch“ startet mit schnellem, melodischen Black Metal, wie man ihn auch von anderen Bands aus dieser Richtung kennt. Auch das grantige Keifen/Kreischen von Sänger Serpent Est ist genretypisch, was jedoch sofort positiv auffällt ist die glasklare, druckvolle Produktion, die perfekt zum melodischen Songmaterial passt. Aber auch musikalisch beweisen die Italiener noch mit diesem ersten Stück, dass man weit mehr als nur Durchschnittskost zu bieten hat. Nach einer atmosphärischen, Post-Black Metal-angehauchten Zwischenpassage kommt erstmalig (außerordentlich gelungener) Klargesang zum Tragen, der der Nummer eine, wie eben im Teaser versprochen, ausgesprochen epische, vom klassischen Metal beeinflusste Atmosphäre verleiht. Genau in dieser Tonart geht es mit „Black Old Blood“ weiter, bei dem der Klargesang bereits von Beginn an zum Einsatz kommt, was mich vom epischen Moment her ein wenig an diverse US-(Power) Metal Bands erinnert. Auch die in der zweiten Hälfte der Neunziger aktiven Schweden Non Serviam fallen mir als Vergleich ein, die ihren Black Metal mit einer kräftigen Prise klassischem Metal versetzten. „Endorsed By Hell“ schraubt die Epik wieder zurück und verzichtet auf Klargesang, bietet dafür einen rasenden Black/Death Bastard. Dabei handelt es sich zweifellos zusammen mit dem rasenden „Omega Mantra“ um eine der aggressivsten Nummern auf „Kaiser V“. Bei den restlichen Stücken steht wieder vermehrt das melodische und hymnische Moment im Vordergrund, der klare Gesang ist stark präsent und wechselt sich mit dem zumeist Black-, teilweise aber auch leicht Death Metal-lastigen aggressiven Gesang ab. Die Nummern sind durchwegs stark, können mit abwechslungsreichem Songwriting überzeugen und verdienen die Bezeichnung Epic. Tragic. Triumphant. definitiv. Lediglich „Suffering, Death and Despair“ hätte man sich meiner Meinung nach sparen können, da es sich dabei nur um knapp zwei Minuten sinnloses Gekreische der drei Worte des Songtitels mit Synthesizer-Untermalung handelt. 


FAZIT:

Kaiserreich liefern mit „Kaiser V“ ein überaus starkes Album ab, welches Fans des melodischen Black Metals mit Affinität zum klassischen Metal wärmstens empfohlen sei. Wer Bands wie Non Serviam oder Macabre Omen schätzt, wird hier definitiv fündig. Unbedingt erwähnt werden sollte auch die Aufmachung des Albums mit dem grafisch aufwendigen und üppigen Booklet. Da hat sich das Label diesmal definitiv nicht lumpen lassen. 


TRACKLISTE:

1 - Crimson Monarch
2 - Black Old Blood
3 - Endorsed By Hell
4 - Autumn Mist
5 - Instruments Of Evil
6 - Omega Mantra
7 - Vinterspawn
8 - Suffering, Death And Despair
9 - Blood Spilled Domain


LINE-UP:

T. Morgan - Bass
Serpent Est - Vocals
Abraxas - Guitars
Kosmokrator - Guitars
Amon - Drums
Arcanus Incubus - Keyboards
Funeral Fog - Guest Vocals


MICHAEL D.

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