Archvile King - À La Ruine    ARCHVILE KING
    À La Ruine

    Release:  18. Februar 2022
    Label:  38 Minuten, 36 Sekunden
    Stil:  Black Metal
    Spieldauer:  38 Minuten, 36 Sekunden
    Punkte:  8 von 10
    Homepage:  twitter.com/ArchvileKing

    In der Datenbank seit:  17.03.2022 / 15:53:47
    Gelesen:  18x  (seit Datenbankeintrag)

Ich finde es ehrlich gesagt beeindruckend, welche musikalische Qualität man von Ein Mann-Bands heutzutage geboten bekommt. War es früher als Rezensent bereits ein Alarmsignal, wenn man im Infoblatt zu einer zu besprechenden Scheibe las, dass sich lediglich ein Musiker für das Album verantwortlich zeigt und man (bestenfalls) mit einer drittklassigen Burzum-Kopie rechnen musste, so sieht es mittlerweile ganz anders aus. Besonders in Frankreich schießen musikalisch exzellente Soloprojekte mittlerweile fast aus dem Boden, so scheint es wenn man an Bands wie Adoperta Tenebris, Cepheide oder auch Time Lurker denkt. Archvile King aus Nantes schließen sich nun dieser illustren Runde mit ihrem ebenfalls über Les Acteurs de L’Ombre Productions veröffentlichten Debütalbum an. Erst 2019 gegründet, veröffentlichte Mastermind Baurus 2020 eine EP, auf der man sich noch dem Thrash Metal verschrieben hatte, bevor ein Stilwechsel zum Black Metal vollzogen wurde. Mit „Les Chroniques Du Royaume Avili“ startet das Debütalbum außerordentlich atmosphärisch mit weiblicher Stimme und musikalisch ruhigen Klängen. Doch bereits das folgende „Mangez Vos Morts“ bietet treibenden, aber dennoch stets melodischen Black Metal, der irgendwo zwischen dem frostigen norwegischen Sound der Frühneunziger und der etwas melodischer angehauchten schwedischen Schule angesiedelt ist. Aber auch das von vielen Landsmännern bekannte atmosphärische Element mit ruhigen, teilweise von akustischen Gitarren getragenen Passagen, kommt auf „ À la Ruine“ nicht zu kurz, man höre sich "Celui Qui Vouvoie Le Soleil" oder das Titelstück an. Die Nummern wissen mit Eingängigkeit und Abwechslungsreichtum zu gefallen und auch die instrumentale Darbietung ist über jeglichen Zweifel erhaben, und das ohne dass sich Baurus für eines der Instrumente Gastmusiker ins Studio holen musste. Einzelne Songs herauszugreifen fällt eher schwer, als Anspieltipp würde ich das schon erwähnte „Mangez Vos Morts“ empfehlen, da hier alle Trademarks des Sounds von Archvile King sehr gut zum Tragen kommen. Aus dem Rahmen fällt lediglich der Bonustrack der CD- und LP-Version, da dieser mit seinem klassischen Thrash Metal unüberhörbar noch aus der Anfangstagen der Band stammt, jedoch auch beileibe nicht schlecht klingt.


FAZIT:

Archvile King legen mit „À la Ruine“ ein sehr starkes Debütalbum vor, welches Liebhabern von atmosphärischem, melodischen, aber nichtsdestotrotz aggressiven Black Metal auf jeden Fall empfohlen sei. Auch bei Aufmachung und Artwork haben sich Les Acteurs de L’Ombre Productions wieder mal nicht lumpen lassen, so dass es sich nicht nur wegen des Bonustracks lohnt, zur CD- oder Vinylvariante des Albums zu greifen.


TRACKLISTE:

1 - Les Chroniques Du Royaume Avili
2 - Mangez Vos Morts
3 - Celui Qui Vouvoie Le Soleil
4 - Atroce
5 - Dans La Forteresse Du Roi Des Vers
6 - À La Ruine
7 - Vêpre I
8 - L’artisan
9 - Cheating The Hangman (Bonus Track)


LINE-UP:

Baurus - Singing, Songwriting, Guitars, Vocals


MICHAEL D.

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