Ancst - In Turmoil    ANCST
    In Turmoil

    Release:  13.8.2014
    Label:  Vendetta Records
    Stil:  Black Metal
    Spieldauer:  40 Minuten
    Punkte:  8 von 10
    Homepage:  www.facebook.com/angstnoise

    In der Datenbank seit:  18.04.2015 / 16:39:14
    Gelesen:  193x  (seit Datenbankeintrag)

Crust, D-Beat, schwedisch flirrendes Svartmetall, eine beklemmend druckvolle Produktion und bis in die Fingernägel motivierte Musiker: Die Zutatenliste stimmt, jetzt braucht es nur noch eine Hand voll-- nein, falsch, so viele geile Songs wie möglich. Die beiden an den Anfang gesetzten "Epen" zerteilen dann auch bereits Gesichtshälfen ohne den Anflug von Mühe, doch die fortan bis zu drei Minuten andauernden Orkane sind das Herzstück von "In Turmoil". Würden Downfall Of Gaia ihre Energie auf derart kurz-knackige Brecher konzentrieren, käme wahrscheinlich ähnlich heißes Blei wie "Circles" dabei heraus. Direkt auf den Punkt, sechster Gang, Killer-Riff und bumm! Gleich nochmal.
Am Offensichtlichen lässt sich dennoch nur schwer vorbeischreiben: Wenn sich eine Truppe aus einem politisch geprägten Umfeld in Gewässer wagt, die sie stellenweise schon stanta pede supereklig finden muss, befürchtet man als Außenstehender die sofortige Hintanstellung der Musik zwecks Werbung für andere Weltanschauungen. Und gewiss, wer bei den Berlinern sucht, der findet durchaus Fotos in hippen Cafés, pseudorebellisch aufgeklebte Wahlzettel sowie Veggie-Burger im mobilfonfreundlichen Instagram-Filterformat. Doch anders wie zum Beispiel bei Thränenkind, bei denen das Maß an Instrumentalisierung ihrer Ansichten eher an Stimmenfang als alles andere erinnert, reichen hier kommentierte Lyrics und dezent angebrachte Slogans aus.


FAZIT:

"In Turmoil" fühlt sich nicht wie eine packend getarnte Kampagne an, denn dafür sind die hier verarbeiteten Themen viel zu dauerhaft. Fans von Scheuklappen - egal ob in musikalischer, textlicher oder anderweitiger Hinsicht - sind jedenfalls sowohl fehl am Platze als auch vermutlich von der Band selbst unerwünscht. Wer aber sowieso kein Interesse am Drumherum hat, dürfte mit dieser Compilation seine Freude haben - sofern man eben Krusten im Black Metal verträgt.


TRACKLISTE:

01 - Ascetic
02 - Entropie
03 - Circles
04 - The Faceless
05 - Patterns & Dreamers
06 - Seasons Of Separation
07 - Herzberge
08 - Conditio Humana
09 - Shallow
10 - Frailty
11 - Howl
12 - Another Dead End's Anthem
13 - Peripheral


LINE-UP:

Stefan
Tom
Torsten


AMIKKUS

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