Fiend - Freezing Funeral Serenades    FIEND
    Freezing Funeral Serenades

    Release:  2006
    Label:  Art Of Propaganda
    Stil:  Fast Black Metal
    Spieldauer:  14 Minuten, 31 Sekunden
    Punkte:  5 von 10
    Homepage:  www.myspace.com/fiendblackmetal

    In der Datenbank seit:  01.12.2009 / 20:34:26
    Gelesen:  212x  (seit Datenbankeintrag)

Zehn Jahre im Geschäft und dennoch (oder gerade deswegen) immer noch mächtig Hummeln im Arsch. Diese Beschreibung passt zu den deutschen Misanthropen FIEND wohl wie die Faust auf’s Auge, denn die vier Songs auf "Freezing Funeral Serenades" haben es in sich, sind sie doch sauschnell, hasserfüllt und aggressiv ausgefallen. Eine Drumsalve gepaart mit einem eisigen Riff eröffnet das Geschehen, ehe man nach gut drei Minuten das enorme Tempo ein wenig drosselt, um dem Hörer ein wenig Zeit zum Verschnaufen zu geben und einen Deut Abwechslung ins Spiel zu bringen. Mit ‘Beast Of Winter‘ wird ein weiterer Uptempo Kracher in die Schlacht geworfen, wobei es der Band leider nicht gelingt für die nötige Abwechslung zu sorgen, wie es noch beim Opener gut funktioniert hat. Durch die eindimensionale Songstruktur fehlt es an den nötigen Spannungsmomenten, wodurch das wilde Drumgewitter ebenso rasch in Vergessenheit gerät, wie es aufgezogen ist. Beim darauffolgenden Stück geht man jedoch wieder geschickter zu Werke, wenngleich es auch hier an manischer Raserei nicht mangelt. Besonders hervortun kann sich die Schlussminute, die für FIEND-Verhältnisse schon beinahe schleppend aus den Boxen ertönt, dadurch aber eine völlig neue Seite zum Vorschein bringt. Im Schlusstrack gibt es dann erneut mächtig eins auf die Glocke, den Unterschied zur bisherigen Darbietung stellen jedoch die verstärkt in den Vordergrund gesetzten Gitarren dar, die sich kurz nach der Mitte des Songs sogar ein kurzes Solo entlocken lassen, was ebenfalls ein Novum an diesem Teil darstellt. Obwohl es nicht gerade viele hervorzuhebende Punkte auf "Freezing Funeral Serenades" zu vermelden gibt, muss man sagen, dass es im direkten Vergleich viele schlechtere Alben zu erstehen gibt. Die Entscheidung, ob die Truppe der Durchschnittlichkeit nach oben oder nach unten entrinnen kann, wird hoffentlich das erste Full-length-Album zeigen, wenn man sich über mehr als knappe 15 Minuten beweisen muss.


FAZIT:

FIEND werden vor allem Anhänger des schnörkellosen und schnell gespielten Black Metal ansprechen. Dass es dabei nichts Neues von der Front zu vermelden gibt, wird keinen überraschen.


TRACKLISTE:

01 - Ancient Spell Of Doom
02 - Beast Of Winter
03 - Frostgrave
04 - Funeral Serenade


LINE-UP:

Perun - Vocals
Tairach - Lead-, Rhythmguitars
Tirin - Lead-, Rhythmguitars
Arcanous - Bass
Tongerloft - Drums


JÜRGEN WINTERHELLER

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