Absentia Lunae - Historia Nobis Assentietvr    ABSENTIA LUNAE
    Historia Nobis Assentietvr

    Release:  2009
    Label:  ATMF
    Stil:  War Black Metal
    Spieldauer:  46 Minuten, 29 Sekunden
    Punkte:  8,5 von 10
    Homepage:  www.myspace.com/absentialunae

    In der Datenbank seit:  16.06.2009 / 13:29:20
    Gelesen:  286x  (seit Datenbankeintrag)

Absentia Lunae sind die Hauptband rund um Gitarristin Climaxia, welche ich schon bei ihrem Soloprojekt "Melencolia Estatica" in höchsten Tönen gelobt habe. Doch wo sie auf Solopfaden eher den Weg des suizidalen Schwarzmetals wandelt, entfacht sie mit ihren Mannen bei Absentia Lunae ein wahres Inferno der Vernichtung. "Neuropa Calling, der erste Track auf Historia Nobis Assentietur, der gleichzeitig als Intro fungiert, beginnt so wie ich mir den Beginn des Krieges vorstelle. Zuerst verhalten und eher im Hintergrund erklingen Melodien aus einem alten Radiogerät, bevor ein Sprecher seiner Propaganda freien Lauf lässt. Dies führt schlussendlich zum totalen Terror, welcher im Verlauf dieses Silberlings zelebriert wird. So wird in den Songs, welche sich zumeist jenseits der acht Minuten bewegen eine militante Grundstimmung aufgefahren, die einen auf die Kriegsschauplätze unserer Welt entführt. De Gitarrenarbeit ist wie bei "Melencolia Estatica" äußerst innovativ und liefert neben dem alles vernichtenden Geschreddere, immer wieder Ausflüge in eine progressive Richtung. Dies lockert das ganze Geschehen auf und lässt eigentlich nie Langeweile aufkommen, an jeder Ecke der zerbombten Stadt in der wir uns mittlerweile befinden erwarten einen neue Granatensplitter. Die Bassarbeit erinnert an Victotoniks Spiel auf dem ersten Album von "Code", wirkt aber trotz der Ähnlichkeit selten gezwungen aber leider etwas zu laut abgemischt. Am Schlagzeug befindet sich der ehemalige " Belphegor" Drummer Blastphemer, was man den Stücken durchaus anmerkt. So wird geblastet was das Zeug hält, was mir auf Dauer etwas zu viel wird. Doch zum Glück weiss er das Geschehen mittels auflockernder Marschrythmen in die richtige Richtung zu bewegen. Die Gesangsleistung von Ildanach ist ganz großes Kino und bewegt sich über die ganze Palette von bedrohlichem Geknurre, über wildes Kreischen hin zu erhabenen Klargesang. Dank seiner ganz eigentümlichen Stimme nimmt man ihm die Intonation des Krieges und die Verkörperung eines Diktators ohne mit der Wimper zu zucken ab. Das ganze Material wird mit diversen Noiseelementen abgerundet, welche dem ganzen einen endzeitlichen Charakter verleiihen. Mit Historia Nobis Assentietur ist den Italienern zwar noch nicht der ganz große Wurf gelungen, aber die Geschichte wird ihnen recht geben, im Bezug darauf ein Werk erschaffen zu haben, dass weit mehr Atmosphäre vermittelt, wie es zum Beispiel ein Endstillealbum jemals schaffen wird.


FAZIT:

So soll der Krieg klingen! Wahnsinn, Hass, zerfetzte Leiber.... dieses Szenario baut sich vor dem inneren Auge auf, wenn man in den Genuss dieses Werkes kommt.
Wenn die Italiener vielleicht öfters vom Tempo heruntergehen würden, könnte das nächste Album der perfekte Soundtrack für bevorstehende Gemetzel werden.


TRACKLISTE:

01 - Neuropa Calling
02 - Sentenza Al Criterio
03 - Nel Gelido Sentore Di Un'eterno Addio (nel Solco Della Mai Sopita Via)
04 - L'Urlo Ed Il Suo Illuminante Eco
05 - L'immutabile Richiamo Ed Il Suo Cruento Incontro
06 - Nel Segno Dell'Ariete La Storia Ci Darà Ragione
07 - Il Sole Ritrovato Degli Iperborei


LINE-UP:

MZ - Electronics
Ildanach - Vocals
Climaxia - Guitars
Sephrenel - Bass
Blastphemer - Drums


SCHNITTER

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