Urskumug - Am Nord    URSKUMUG
    Am Nord

    Release:  2006
    Label:  Ledo Takas Records
    Stil:  Tribal Black Metal
    Spieldauer:  41 Minuten, 37 Sekunden
    Punkte:  5 von 10
    Homepage:  www.myspace.com/tribalblackmetal

    In der Datenbank seit:  19.11.2008 / 19:58:01
    Gelesen:  239x  (seit Datenbankeintrag)

Mit URSKUMUG aus Lettland haben wird nicht nur eine Band, die einen mehr als schwierig auszusprechenden Namen führt, sondern auch ansatzweise versucht ein wenig frischen Wind in die Black Metal-Szene zu bringen. Die Betonung liegt hier jedoch eindeutig auf "versucht", denn so wirklich überzeugen können die Herren aus dem Baltikum nicht. Die Titulierung "Tribal Black Metal" geht zur Gänze auf die Band (oder das Label?) zurück und sollte für sich alleine stehend sicher einmal keinen potentiellen Schwarzmetallfan abschrecken. Vermutlich soll "Tribal" lediglich eine Umschreibung für "folkloristisch" darstellen, auf jeden Fall finden sich zumindest keinerlei Anknüpfungspunkte zu House- oder Dance Musik. URSKUMUG verbraten auf ihrem Album hauptsächlich schnellen Black Metal, der immer wieder mit eher unkonventionellen Breaks durchzogen wird, und dadurch nicht unbedingt ein leicht zu konsumierendes Ganzes ergibt. Durch die beinahe permanent hoch gehaltene Geschwindigkeit bleibt wenig vom gebotenen Material im Kopf hängen, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass die Letten fast die gesamte Spielzeit über gesehen keinerlei neue Akzente zu setzen wissen. Interessant wird das Material, wenn immer noch eher untypische Szeneinstrumente wie eine Maultrommel in "~~~~" oder "The Guradian" zum Einsatz kommen. Ansonsten kann sich die Band höchstens noch mit ihren eher disharmonischen Gitarrenklängen in den Vordergrund spielen, wobei diese sicher auch gewöhnungsbedürftig sind und wohl nur eine kleine Fangemeinde ansprechen dürften. Wer schon unbedingt Musik aus dem Baltikum hören will, sollte meiner Meinung nach eher auf Gruppen wie SKYFORGER zurückgreifen, da hier wirklich noch hörenswerte Songs geboten werden.


FAZIT:

Gut gemeint ist eben immer noch nicht ganz dasselbe wie gut gemacht. Nimmt man die wenigen ungewöhnlichen und hervorstechenden Passagen weg, bleibt von "Am Nodr" lediglich ein mittelmäßiges dafür aber eher schnell gespieltes Black Metal Album über.


TRACKLISTE:

01 - 2012
02 - Time Of The Jackdaw
03 - Beowulf
04 - ~~~~
05 - Talking As A Shaman’s Son
06 - The Guardian
07 - Am Nodr
08 - Mother Of Halfworld


LINE-UP:

Krauklis - Vocals, Guitar
Maero - Guitar
Ilze - Bass
Balrogh - Drums
Mythago - Keys


JÜRGEN WINTERHELLER

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