Slidhr - Demo 2006    SLIDHR
    Demo 2006

    Release:  7.12.2006
    Label:  Debemur Morti Productions
    Stil:  Old Harsh Black Metal
    Spieldauer:  15 Minuten 6 Sekunden
    Punkte:  7 von 10
    Homepage:  www.slidhr.cjb.net

    In der Datenbank seit:  25.04.2007 / 18:13:48
    Gelesen:  204x  (seit Datenbankeintrag)

Gute Nachrichten von der grünen Insel: In Sachen harter Musik blüht die nationale Szene auf wie nie zuvor! Projekte schießen wie Champignons aus dem Boden, weiße Flecken auf der Landkarte verschwinden immer schneller und plötzlich schielt so mancher Kennerblick vermehrt auf (mehr oder weniger etablierte) Gruppen der Marke Primordial, Mael Mórdha (deren zweites Werk vereinzelt für immens hohe Wellen gesorgt hat) oder eben Slidhr. Bemerkenswert hierbei: Während viele neue Truppen sich darauf beschränken, ihre allerersten Arbeiten mittels gebrannter Rohlinge (welche mitunter in übel ausgeschnittenen Xerox-Booklets daherkommen) unters Volk zu schmeißen, gingen diese Iren einen anderen, weitaus professionelleren Weg und wählten Debemur Morti als Herausgeber ihrer allerersten Veröffentlichung. Dass dabei das Label mit beiden Händen in den Topf der Superlative greift, die Realität aber ein klein wenig anders aussieht, dürfte als selbstverständlich gelten.
Orientierungspunkte sind schnell ausfindig gemacht, sogar der sehr markante Anfang von "Procreating Satan" wurde eins zu eins übernommen - wahrscheinlich, um sämtliche Bemühungen, etwaige Assoziationen zu anderen Baustellen ausfindig zu machen, im Keim ersticken zu lassen. Richtig, die Gaahl-Ära Gorgoroths schlägt hier vollstens durch, wobei man bezüglich einiger atmosphärischer Übergänge eher in Richtung Jotunspor - dem ganz nett agierenden Nebenbetätigungsfeld von Kvitrafn und King - komponiert hat. Drei Songs lang wird vorüberwiegend das Gaspedal durchgedrückt, es knüppelt und kreischt wie schon lange nicht mehr geschehen. Fast könnte man meinen, der Mann hinter alledem wolle wirklich eine bedingunglose Rundum-Huldigung an die Norweger durchziehen. Doch er besinnt sich ob seiner unabstreitbaren Kompetenz und baute zum Glück auch ziemlich düstere, längere Bridges ein, die ihm von dem erwähnten Status einigermaßen befreien können. Für ein vollkommen einzigartiges Klangergebnis bedarf es jedoch freilich noch einiger Konzeptänderungen, das Einbringen von Melodien zum Beispiel könnte ein vorstellbarer Anfang sein.


FAZIT:

Eine Viertelstunde vergeht rasch, im Falle Slidhr könnte es künftig ruhig etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Jedoch wage ich - abseits des respektablen Liedguts - zu bezweifeln, ob der Ire genug Gorgoroth-Jünger finden wird, denen er fortan seine Ideen verkaufen kann. Mal sehen...


TRACKLISTE:

01 - The Serpent's Hold
02 - Horn Of Ruin
03 - Scorn Of The Old Ghost


LINE-UP:

Gast - Everything


AMIKKUS

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