A.i.d.s. - Syndrome Of The End Approaching    A.I.D.S.
    Syndrome Of The End Approaching

    Release:  6.6.2006
    Label:  Serpens Caput Productions
    Stil:  Experimental Black Thrash Metal
    Spieldauer:  51 Minuten 32 Sekunden
    Punkte:  6 von 10
    Homepage:  Keine

    In der Datenbank seit:  13.09.2006 / 18:51:00
    Gelesen:  398x  (seit Datenbankeintrag)

Krankheiten liegen nach der schonungslosen Ausschlachtung sämtlicher Namen aus dem Necronomicon, dem Tolkien-Reich sowie den tausend Bezeichnungen für den Gehörnten offenbar immer schwerer im Trend. Nach Typhus, deren erste lange, wenn auch grenzdebil bescheuerte Christenhetze für ganz dezenten Wirbel sorgte, kommt nun auch - wie erwartet - der HI-Virus zum Vorschein, um sich im schwarzmetallischen Bereich "einen Namen zu machen" (kleiner Hinweis: für angedichtete Zweideutigkeiten kann ich nicht haftbar gemacht werden). So selten dämlich das Projekt getauft wurde, so überraschend akzeptabel wurde die LP mit Inhalt bemustert.
Ungewöhnlich, vielleicht sogar non-konform will das Einmann-Kommando aus Übersee sein, werden schließlich einige Mittel verwendet, die nicht aller Tage durch die Lauscher schwappen. So mischt der mutige Ami psychedelische, zeitweise richtig kranke Samples mit einer triefend glitschigen Schleimsuppe, die aus tiefschwarzen, vorüberwiegend aber doomigen und thrashigen Zutaten besteht. Manchmal bricht die eine, manchmal die andere besonders stark in den Vordergrund, jedoch geschieht dies mitunter so schlampig, dass es einen nur noch graust. Bei dem episch anmutenden, leicht an Bathory erinnernden "Calling Hounds", dem rasanten, atmosphärischen Kompetenzler "Œechgraaf Lampaenn" oder dem pointiert metzelnden "Frykter" klappt es hingegen (fast) einwandfrei, sämtliche Elemente harmonieren miteinander. Es macht schlicht Spaß, solche zwar relativ einfach konstruierte, dafür umso besser funktionierende Stücke zu hören, da nicht nur formal alles passt, sondern ferner ein ganz eigener Spirit durch das Zimmer fliegt, der einen einfach umhaut. Dem gegenüber stehen leider Semi-Katastrophen des Schlages "Paranoia And Fevers In Sodom", welches von einer zusammenhangslosen Masse aus willenlos herausgepickten Synthie-Aufläufen "lebt", ganz zu schweigen vom drangehängten, stur nachgespielten Cover, das vollkommen ideenlos daher kommt, sprich der Grundidee einer eigenen Interpretation zur Gänze aus dem Weg geht. Der Rest dümpelt im Bereich des Durchschnittlichen umher, glänzt zwar vereinzelt durch gelungene Momente, kommt aber nicht darüber hinaus, was reichlich schade ist. Denn wenn selbst die sehr hohe, hingegen überwiegend klar differenzierte Produktion kompetent zusammengeschraubt wurde, fragt man sich schon, ob man da nicht vielleicht ein paar Füller streichen konnte.


FAZIT:

"S.O.T.E.A." klingt für einen Erstversuch zwar keineswegs schlecht, jedoch fehlt hier eindeutig der Feinschliff sowie die Ausmistung unnötiger Stopfmaterialen. Hoffentlich geht das alles beim nächsten Mal besser von der Hand.


TRACKLISTE:

01 - Intro
02 - Mourning Of Hadadrimmon
03 - Noumenon Filter
04 - Necrovore
05 - Hoc Est Enim Corpus Meum
06 - Paranoia And Fevers In Sodom
07 - Frykter
08 - Calling Hounds
09 - Command To Serve
10 - Œechgraaf Lampaenn
11 - Shit Stains Spread Onto The Pages Of The Bible
12 - Antichrist (Sepultura Cover)


LINE-UP:

Tophetarath - Everything


AMIKKUS

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