Gnostic - Hatewar 666    GNOSTIC
    Hatewar 666

    Release:  26.12.2005
    Label:  Infernus Rex
    Stil:  Fast Old School Black Metal
    Spieldauer:  47:59
    Punkte:  3 von 10
    Homepage:  www.fortunecity.com/emachines/e12/236/index.htm

    In der Datenbank seit:  08.07.2006 / 18:07:16
    Gelesen:  262x  (seit Datenbankeintrag)

Wieder einmal habe ich im Blindgriff eine primitive "Hyperspeed-Blasphorgie" erwischt. Dieses Album der Amerikaner Gnostic ist eine Sammlung älterer Tracks von 1997-2002, die vorher auf einer EP und einigen Demos veröffentlicht wurden. Die unterschiedlichen Perioden, in denen die Songs aufgenommen wurden, fallen auch beim Anhören auf: Der Sound der ersten paar Tracks ist unterste Schublade, er liegt irgendwo zwischen einer unrund laufenden Tischkreissäge im Keller und dem Straßenlärm von einem Broadway mit benachbarter Großbaustelle. Ähnlich wie bei ANTAEUS, aber wesentlich dünner und mehr low-fi, sprich es klingt nach einem 12 Jahre alten Autoradio, in dem gerade das Hörspiel "Rasselnde Bagger vor meinem Fenster" läuft. Bei den hinteren Tracks wird der Sound etwas besser, zeichnet sich dann allerdings beispielsweise durch viel zu laute Becken aus, was im Allgemeinen nach einiger Zeit Ohrenschmerzen verursacht.

Die Musik ist durchwegs linear und abwechslungslos, ein Soundbrei von up-down-riffings. Keyboards verschönern den vierten Track, "Riddle of the Nightwatchman", ansonsten begnügt man sich mit unglaublich schnellen und unglaublich dumpf klingenden Trommeln und durchweg in den höheren Bünden gemarterten Streamline-Gitarren. Sehr schneidend, das Ganze. Der Bass wummert im Hintergrund die wichtigsten Noten mit. Ansonsten gibt es da noch die viel zu sehr im Vordergrund stehende Keifstimme von Sänger Lord Magus Obliterater, teilweise auch mit Spoken Words unterlegt. Unschön und unpassend, aber das ist natürlich Geschmackssache. Mir ist die Stimme des Vokalisten in etwa so sympathisch wie Käferbrei beim Frühstück. Jedenfalls hat er nicht auch nur einen Hauch von Drive, man könnte ihn eigentlich zur Qualitätssteigerung des Albums weglassen.

Im übrigen bin ich froh, dass die Texte nicht abgedruckt sind, das hätte mich an den Rand der Verzweiflung gebracht. Mir reicht das Booklet-Kommentar "and to the gay media, we shit on your souls as we lough at your death!"


FAZIT:

Nicht empfehlenswert.


TRACKLISTE:

01. Realms Of Apollyon
02. Twisted Predestined Swords
03. Imperial Gnostic Domination
04. Riddle Of The Nightwatchman
05. Hail To The Fire
06. Swine Hostess
07. Khristened In Blood And Fire
08. Bloodwars Of Heretic Supremacy
09. Through The Eyes Of The Serpent
10. Soul Enemies
11. Mist Of Gallows Reign
12. Victory Entranced
13. Dissecting The Heavens
14. Infernal Heretic Allegiance


LINE-UP:

Lord Magus Obliterater - Vox
Grimlord Necroghoul - Guit
Blasphemous Inferno - Guit
Lord Vistigium - Dr


MATHIEU

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