Der Opener „Versipellis“ startet mit melodischem Black Metal und baut auch klar gesungene Passagen ein, die der Musik sehr viel Eingängigkeit verleihen. Vom Tempo her pendelt man zwischen Midtempo und schnellen Parts. Melodie und Eingängigkeit werden bei Azgaal definitiv großgeschrieben, vor allem die immer wieder vorkommenden Klargesangspassagen setzen sich sofort im Ohr fest. Stilistisch wird Azgaal als Occult Metal mit esoterischer Schlagseite beschrieben. Im Vergleich zu ähnlich gearteten Bands wie A/Oratos klingen Azgaal für mich aber jedoch vom Melodic Death, aber auch Thrash-Metal beeinflusst. Vor allem bei einer Nummer wie dem groovigen „The Reaper Comes To You“ stehen die Thrash-Elemente stark im Vordergrund. Naïwyn lässt über die gesamte Spielzeit von fast 55 Minuten sein instrumentales Können (vor allem im Bereich der Gitarrenarbeit) aufblitzen und beweist sein Gespür für abwechslungsreiches Songwriting. Dort wo andere Black Metal-Scheiben oft nach einer gewissen Spielzeit etwas gleichförmig klingen, bleibt „Divine Hitman“ über die gesamte Laufzeit spannend, wozu sicherlich auch die abwechslungsreiche und eingängige Gesangsarbeit einen Teil beiträgt. FAZIT: Man merkt Mastermind Naïwyn die Erfahrung an, die er seit der Bandgründung im Jahr 2000 und mit 8 vorhergehenden Alben (EPs gar nicht mitgerechnet) gesammelt hat. Daher klingt „Divine Hitman” mit seiner Mischung Black Metal, Melodic Death, Thrash und einem kräftigen Schuss klassischen Metal wie aus einem Guss. Fans des typisch französischen Sounds, wie man ihn ansonsten vor allem im Katalog des französischen Labels Les Acteurs de l’Ombre Productions findet, können hier auf jeden Fall zuschlagen.
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