Die fünf Stücke, die von der Länge her zwischen fünf und neuneinhalb Minuten dauern, kombinieren die klassisch- nordische Atmosphäre der skandinavischen Vorväter mit südländischem Flair, welches sich vor allem in der Melodieführung, den kurzen folkig-akustischen Einsprengseln und dem Gesang auf Euskera, einer baskischen Sprache, welche zugleich als älteste noch lebende Sprache Europas gilt, zeigt. Die folkigen Elemente stehen zwar gegenüber dem Black Metal im Hintergrund, sind jedoch im Sound von Numen, vor allem bei der Melodieführung, stets präsent. Auf Klargesang wird einmal mehr verzichtet, die aggressiven Vocals von Leadsänger Aritz Navarro tragen ihren Teil zur Härte des Albums bei. Der Opener „Kez beteriko zeru penatua“ mit seinem zumeist hohen Tempo, den druckvollen Riffs und den pfeilschnellen Melodien steht exemplarisch für die Ausrichtung des Albums. Zwischendurch drosselt man auch einmal die Geschwindigkeit und agiert im Midtempo, bevor das fast zehnminütige Stück mit einer ruhige Akustikpassage ausklingt. Aggressiver und noch etwas mehr auf den Punkt geht es mit „Negu itxian urtarril hotza“ weiter, bevor „Errautsen azken arnasa“ mit akustischer Gitarre beginnt, ehe Numen das Gaspedal wieder durchtreten. Ebenso wie beim folgenden „Hustasuna – Oroitzapen galduen putzua” baut man auch verspielte Passagen ein, die musikalisch ein wenig in die Pagan-Richtung gehen. Auf dem abschließenden „Euria infernuko sutan” ziehen die Spanier dann nochmals alle Register und kombinieren die genannten Elemente in einer neuneinhalbminütigen Nummer. FAZIT: Numen setzen mit „Erre“ ihren auf den bisherigen Alben eingeschlagenen musikalischen Weg fort und verbinden schnellen, aggressiven Black Metal mit pagan-folkigen Melodien.
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