Deliverance - The Voyager Golden Banquet    DELIVERANCE
    The Voyager Golden Banquet

    Release:  22. Mai 2026
    Label:  Les Acteurs De L’Ombre
    Stil:  Psychedelic Black Doom Sludge
    Spieldauer:  42 Minuten 58 Sekunden
    Punkte:  8,5 von 10
    Homepage:  www.facebook.com/deliveranceband

    In der Datenbank seit:  15.03.2026 / 17:44:23
    Gelesen:  7x  (seit Datenbankeintrag)

Bereits auf ihrem letzten Album „Neon Chaos In A Junk-Sick Dawn“ haben Deliverance Genre-Grenzen ausgelotet, ihren Black Metal/Sludge mit Post Rock, Psychedelic, Indie und Electronica vermischt und damit für ein außerordentlich innovatives, spannendes Hörerlebnis gesorgt. Umso gespannter war ich, als ihr Label Les Acteurs de l’Ombre ein neues Album der Truppe aus Paris ankündigte.    
 
Schleppend legt der Opener „Hellisual“ mit tiefschwarz gefärbtem Sludge los und bleibt damit stilistisch noch recht konventionell. Aber schon das folgende „Chasing The Dragon” zeigt Deliverance von ihrer experimentell-progressiven Seite, die spacigen Keys lassen das Ganze für mich fast wie eine black metallische Version von Hawkwind klingen. Auch „Headspace Collapse” hat einen (passend zum Albumcover) ziemlichen Space Rock-Einschlag. Zwar sind die Stücke auf „The Voyager Golden Banquet“ kürzer ausgefallen als auf „Neon Chaos In A Junk-Sick Dawn“, da die ersten drei Songs fließend ineinander übergehen wirkt das erste Drittel der Scheibe jedoch mehr wie ein einziger überlanger Song.
 
Mit „Turn On, Tune In, Drop Out” sind die Jungs dann voll in ihrem Element. Sludge, Prog, Electronica – wie selbstverständlich wechseln Deliverance zwischen Genres beziehungsweise vermischen diese miteinander. Das futuristisch klingende Zwischenspiel „As Above, So Below” leitet zum folgenden „Ground Zero“ über, welches mit tonnenschweren Doom-Riffs über einen hereinbricht, welche sich dann mit Post-Rock-Passagen abwechseln.

Den Abschluss machen die beiden Teile des titelgebenden „The Banquet“ wo wieder mehr der Black Metal und Sludge im Vordergrund steht, aber auch Prog- und Space Rock-Elemente einfließen. Besonders der zweite Teil hat einen Industrial-Einschlag und klingt dadurch sehr futuristisch. 


FAZIT:

Deliverance enttäuschen auch auf ihrem neuen Album nicht. Einmal mehr führen sie ihren Sludge Black Metal in neue musikalische Dimensionen, indem sie ihn mit Einflüssen aus Post Rock, Indie, Electronic und Space Rock kombinieren und damit ein ums andere Mal wie eine schwarzmetallische Variante von Hawkwind klingen.  


TRACKLISTE:

01 - Hellisual
02 - Chasing The Dragon
03 - Headspace Collapse
04 - Turn On, Tune In, Drop Out
05 - As Above, So Below
06 - Ground Zero
07 - The Banquet Part 1
08 - The Banquet Part 2


LINE-UP:

Sacha Février - Bass
Fred Quota - Drums
Etienne Sarthou - Guitars
Pierre Duneau - Vocals


MICHAEL D.

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