Schleppend legt der Opener „Hellisual“ mit tiefschwarz gefärbtem Sludge los und bleibt damit stilistisch noch recht konventionell. Aber schon das folgende „Chasing The Dragon” zeigt Deliverance von ihrer experimentell-progressiven Seite, die spacigen Keys lassen das Ganze für mich fast wie eine black metallische Version von Hawkwind klingen. Auch „Headspace Collapse” hat einen (passend zum Albumcover) ziemlichen Space Rock-Einschlag. Zwar sind die Stücke auf „The Voyager Golden Banquet“ kürzer ausgefallen als auf „Neon Chaos In A Junk-Sick Dawn“, da die ersten drei Songs fließend ineinander übergehen wirkt das erste Drittel der Scheibe jedoch mehr wie ein einziger überlanger Song. Mit „Turn On, Tune In, Drop Out” sind die Jungs dann voll in ihrem Element. Sludge, Prog, Electronica – wie selbstverständlich wechseln Deliverance zwischen Genres beziehungsweise vermischen diese miteinander. Das futuristisch klingende Zwischenspiel „As Above, So Below” leitet zum folgenden „Ground Zero“ über, welches mit tonnenschweren Doom-Riffs über einen hereinbricht, welche sich dann mit Post-Rock-Passagen abwechseln. Den Abschluss machen die beiden Teile des titelgebenden „The Banquet“ wo wieder mehr der Black Metal und Sludge im Vordergrund steht, aber auch Prog- und Space Rock-Elemente einfließen. Besonders der zweite Teil hat einen Industrial-Einschlag und klingt dadurch sehr futuristisch. FAZIT: Deliverance enttäuschen auch auf ihrem neuen Album nicht. Einmal mehr führen sie ihren Sludge Black Metal in neue musikalische Dimensionen, indem sie ihn mit Einflüssen aus Post Rock, Indie, Electronic und Space Rock kombinieren und damit ein ums andere Mal wie eine schwarzmetallische Variante von Hawkwind klingen.
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