Nach dem Intro „Pater Noster” geht es mit „Pseudoprophetae” mit stark Heavy Metal-beeinflussten Black Metal los. Im Gegensatz zu Necromantia, bei denen zumeist statt einer E-Gitarre zwei Bässen verwendet wurden, stehen Gitarren im Sound von The Magus stark im Vordergrund. Sakral anmutenden Chorgesänge und Female Vocals beim Titelstück verleihen der Musik eine erhabene Atmosphäre und ein sinfonisches Moment. „The Six In Three Is All One” ist bombastischer Symphonic Black Metal wie man ihn von Emperor kennt, während man mit dem düsteren und getragenen „The Era of Lucifer Rising“ Thou Art Lord covert, die neben Rotting Christ und Necromantia zu Pionieren der griechischen Black Metal-Szene zählen und bei denen Zacharopoulos ebenfalls aktiv ist. Beim Anhören von „Daemonosophia” scheint es, dass The Magus mit seinem Sound einen ähnlichen Weg beschreiten möchte wie Emperor beziehungsweise deren Mastermind Ihsahn auf seinen nach dem Ende von Emperor erschienen Solowerken. Im Vergleich zu letzteren bleibt die Musik von The Magus jedoch überwiegend mehr im (Black) Metal verwurzelt, wobei aber schon auch Genre-fremde Einflüsse Eingang in die Musik finden (z. B. der neoklassische Beginn von „La Llorona Negra“). Von der Atmosphäre und dem hohen musikalischen Anspruch lassen sich jedenfalls Parallelen ziehen. FAZIT: George Zacharopoulos aka The Magus beweist mit seinem neuen Projekt, dass Szeneveteranen wie er, die schon Jahrzehnte musikalisch aktiv sind, keineswegs in Stagnation verharren, sondern wirklich neue, spannende Akzente setzen können. In Kombination mit seiner langjährigen Erfahrung kommt dann so ein starkes Werk wie „Daemonosophia“ dabei heraus.
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