Nummern wie „Sadistic Marchioness” oder „A Humiliating Plea for the Glorification of Erotic Suffering” beweisen, dass Blood Countess weder musikalisch noch in irgendeiner anderen Weise einen Kuschelkurs fahren. Sowohl stilistisch als auch inhaltlich bleibt man der Linie des Vorgängeralbums „Occulta Tenebris“ treu und beschäftigt sich mit dem Leben und Wirken der „Blutgräfin“ Elisabeth Bathory“. Die Stücke sind ebenso aggressiv ausgefallen wie auf dem Debütalbum, jedoch konnte man sich beim Songwriting nochmals steigern. Die eine oder andere langsamere Passage lässt den Zuhörer zwischendurch kurz Zeit zu verschnaufen und vor allem bei der Leadgitarrenarbeit zeigen sich Einflüsse aus dem klassischen Metal, wie man diese auf dem Vorgängeralbum mit einer Nummer wie „Virgins Blood“ bereits angedeutet hatte. Auf „Imperatrix Sanguinis” bekommen diese noch mehr Raum, ohne dass die Musik dadurch an Härte und Brutalität einbüßt, jedoch an Abwechslungsreichtum gewinnt. Beim Abschlusssong „Anna Nádasdy“, wird das Tempo etwas herausgenommen und das düster-atmosphärische Moment in den Vordergrund gestellt. FAZIT: Blood Countess machen mit „Imperatrix Sanguinis” dort weiter, wo sie mit ihrem Debüt „Occulta Tenebris“ aufgehört haben und überzeugen mit rauem, aggressiven Black Metal, der nicht auf Melodien und Abwechslung beim Songwriting verzichtet. Die Gräfin Bathory wäre wohl stolz auf die Truppe aus York.
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