Schon das Cover mit der im Nebel liegenden Landschaft verheißt naturverbundenen, mystischen Black Metal und Mastermind Kvein enttäuscht uns nicht. Ruhig und getragen mit folkig angehauchten Ambient-Klängen startet der Opener „Gipfelpredigt“, bevor atmosphärische Gitarrenriffs den Hörer mit in eine nebelverhangene Berglandschaft nehmen. Über weite Strecken ohne Gesang auskommend, mäandert das Stück in der Schnittmenge aus Ambient und Black Metal. Atmosphärisch, mit dichten Gitarrenwänden, melodischen Leads, aber auch folkloristischen Einschüben geht es mit dem Titeltrack weiter und man wird der Bezeichnung als „Alpine Black Metal“ damit definitiv gerecht. Bei „Alptraum“ steht Kveins aggressiver Gesang mehr im Vordergrund, musikalisch pendelt die Nummer zwischen melodisch getragenen und härteren Momenten. Nach dem melodischen Instrumentalstück „…und Sturm zieht auf“ leitet „Vom alten Wald“ die zweite Hälfte des Albums ein. Auch diese Nummer ist von melodischer Gitarrenarbeit geprägt, bei der immer wieder ein paar folkige Einflüsse aufblitzen, bevor Kvein mit „Tod eines Berges“ den Härtegrad in die Höhe schraubt und einen ziemlich aggressiven Song präsentiert. Den Abschluss macht „Edelweiss im Mondschein“, das einmal mehr folkige Passagen mit aggressiver Raserei und atmosphärisch dichten Parts kombiniert, dabei auch nicht auf Melodien vergisst und „Nebelfelder“ zu einem gelungenen Abschluss bringt. FAZIT: Wie schon die ebenfalls hier besprochene Neuaufnahme des Debütalbums „Zurück in die Waldwacht“ überzeugt auch „Nebelfelder“ mit melodisch- atmosphärischem Black Metal, bei dem sich trotz der durchschnittlichen Songdauer zwischen 8 und 10 Minuten keinerlei Längen einschleichen.
|