Der Name Galibot stammt von der Bezeichnung für Kinder, welche zum Arbeiten in die Kohlenminen in Nordfrankreich geschickt wurden und mit dieser Thematik beschäftigt sich die Band auch in ihren Texten. Nach dem kurzen, mystischen Intro „Les Galibots“ legen die drei Herren und die Dame mit „Cheval de fosse“ mit schnellem, melodischen Black Metal los. Schnelle Gitarrenmelodien, rasende Drums und keifender Gesang führen uns in die Welt unter Tage. Überwiegend ist das Tempo hoch, zwischendurch werden aber auch immer wieder einige langsamere Passagen eingebaut („Courrieres“, „Les nords“). Am Gesang wechseln sich Gitarrist Thomas und Sängerin Diffamie ab, was diesbezüglich einige Variation schafft. Bei „Barbara“ sorgen gegen Ende Passagen mit geisterhaftem, klaren Frauengesang für eine sehr unheimliche Atmosphäre. Nachdem mit „Schlamms“ noch ein älteres Stück von ihrem Demo „Wallers-Arenberg“, welches den Qualitätslevel der übrigen Stücke mehr als halten kann, eine Neuauflage erlebt hat, kehren wir schließlich nach knapp 32 Minuten wieder an die Oberfläche zurück. FAZIT: Wie nicht anders zu erwarten, stellen uns Les Acteurs de l’Ombre Productions mit Galibot wieder eine mehr als starke französische Band vor. Die Truppe aus Wallers-Arenberg überzeugt mit schnellem, melodischen Black Metal und dem noch recht unverbrauchten inhaltlichen Konzept über den Kohlebergbau in ihrer Heimatstadt.
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