Auch „Ut de Deep“ beherrscht das Wechselspiel zwischen folkigen Akustikmelodien und teils rasend schnellem, melodischen Black Metal. Bei der EP handelt es sich um eine Konzeptscheibe, die eine Geschichte von Aufstieg, Blüte, Untergang und Vergessen erzählt, inspiriert vom Untergang der Stadt Rungholt im Jahr 1362. Daher werden auch gesprochene Erzählpassagen eingebaut, welche dem Ganzen zusätzliche Tiefe verleihen. „Ünnergang“ ist eine überwiegend schnelle und aggressive, in der Schnittmenge aus Death- und Black Metal angesiedelte Nummer, welche mit einem epischen Mittelteil aufwartet. Auch beim abschließenden „Un still liggt de See“ wird das Tempo nochmals angezogen, aber es steht auch der melodische Aspekt und aufgrund der akustischen Gitarrenpassagen ein leicht folkiges Element im Vordergrund. FAZIT: Skardus setzen ihren auf „Stormriek“ eingeschlagenen Weg konsequent fort und liefern abermals überwiegend schnellen, rauen, aber auch sehr melodischen Black Metal. Das vom Untergang der Stadt Rungholt inspirierte Konzept und die Verwendung von auf Plattdeutsch verfassten Texten bietet auch inhaltlichen Anspruch.
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