Valfeanor - Saturn’s Screeches    VALFEANOR
    Saturn’s Screeches

    Release:  29. Oktober 2025
    Label:  Running Wild Productions
    Stil:  Cosmic Atmospheric Black Metal
    Spieldauer:  73 Minuten, 55 Sekunden
    Punkte:  9 von 10
    Homepage:  www.facebook.com/valfeanorofficial

    In der Datenbank seit:  16.11.2025 / 15:37:51
    Gelesen:  76x  (seit Datenbankeintrag)

Mein letzter Kontakt mit Valfeanor datiert zurück ins Jahr 2007 und ihrem Debütalbum „En Ny Tid“, auf welchem sie Tolkien-beeinflussten Viking/Pagan-Black Metal spielten. Das Album wusste seinerzeit durchaus zu gefallen, trotzdem verlor ich die Band aus den Augen und kann über die in Folge erschienen Longplayer „Noreia“ und „The Eerie Constellation“ mangels Kenntnis nichts berichten. Anfang 2025 ist man veröffentlichungstechnisch zunächst mit einer EP und anschließend dem Album „Awareness“ wieder aktiv geworden. Letzteres ist auf (ausschließlich der CD-Version von) „Saturn’s Screeches“ in remixter und remasterter Form als Bonusmaterial enthalten.

Auf „Saturn’s Screeches” ist weder textlich von den Tolkien-Einflüssen, noch musikalisch vom Viking/Pagan-Sound der frühen Tage etwas auszumachen. Mittlerweile hat man sich in die unendlichen Weiten des Weltraums aufgemacht (das dazu passende, äußerst stimmungsvolle und düstere Cover ist ein wirklicher Blickfang), musikalisch geschieht dies in Form von atmosphärischem Black Metal mit Ambient-Anleihen.

Der Opener „Corona Gelida” baut bereits von Beginn an dichte Gitarrenwände auf und verströmt eine düster-kalte Atmosphäre, während der zwischen den Black Metal-Vocals eingestreute Klargesang in Verbindung mit den Synths dem Ganzen eine erhabene, fast schon sakrale Note verleiht. Laut dem Labelinfo werden auf „Saturn’s Screeches“ erstmalig im Metal-Bereich sogenannte binaureale Beats verwendet, wodurch man als Rezipient den Sound nicht nur hören, sondern fühlen kann. Besonders bei einem instrumentalen Stück wie „Iter“ sorgen diese Beats für einen gewissen technoiden Einschlag, was aus meiner Sicht die kalte Atmosphäre noch verstärkt und ausgezeichnet zur kosmischen Ausrichtung des Albums passt. „Saturn’s Screeches” ist in drei Abschnitte gegliedert („Saturn’s Rings“, „Saturn’s Screeches“, „Saturn’s Law”), innerhalb derer die Songs fließend ineinander übergehen. Diese variieren zwischen flirrend-nordisch angehauchtem Black Metal, Techno/Industrial-artigen Beats und Ambientklängen. Besonders Nummern wie „Quies Animae“ oder „Eventus“ wohnt auch ein ätherisches Moment inne.

Als Bonus auf der mir vorliegenden CD-Version finden sich wie schon erwähnt die sieben Stücke des im Frühjahr dieses Jahres ausschließlich digital erschienen Albums „Awareness“. Auch wenn hier ebenso mit klarem Gesang und melodischen Gitarrenleads gearbeitet wird, wirkt „Awareness“ auf mich aggressiver und mehr am traditionellen Black Metal angelehnt als „Saturn’s Screeches”. Für mich zeigt sich damit einmal mehr die musikalische Wandlungsfähigkeit von Valfeanor. 


FAZIT:

Valfeanor fangen auf „Saturn’s Screeches” die düstere, beklemmende Atmosphäre von Weltraum-Horror-Streifen wie Event Horizon, Prometheus etc. in akustischer Form ein und bieten aufgrund der Verwendung binaurealer Beats ein innovatives Hörererlebnis, welches einen die Musik auch „fühlen“ lassen soll, wofür sich besonders ein Entdecken des Albums mittels Kopfhörer empfiehlt. 


TRACKLISTE:

01 - Saturn’s Rings - Movement I - Corona Gelida
02 - Saturn’s Rings - Movement II - Iter
03 - Saturn’s Rings - Movement III - Shani Mahamantra
04 - Saturn’s Rings - Movement IV - Iterata Interiora
05 - Saturn’s Rings - Movement V - Quies Animae
06 - Saturn’s Screeches - Movement I - Susurrus Tacitus
07 - Saturn’s Screeches - Movement II - Passio Infinita
08 - Saturn’s Law - Movement I - Abnegatis
09 - Saturn’s Law - Movement II - Fallitis
10 - Saturn’s Law - Movement III - Eventus
11 - Witches Dance
12 - Crimson Puppet
13 - Collective Consciousness
14 - In The Wizard’s Mind
15 - A Mansion In The Mist
16 - The 3rd Face
17 - When The Strings Slowly Fade


LINE-UP:

Cardinalis Anima - Vocals
Episcopus Xenos - Guitars
Transitum - Bass
Initium - Drums


MICHAEL D.

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