Die Reise der Brüder startet im Wald („La Forêt“). Mittelalterliche Klänge leiten das Stück ein, bevor es in epischen, melodischen Black Metal übergeht. Zunächst langsam und hymnisch, wird zwischenzeitlich auch mal das Gaspedal durchgetreten. Aggressive Black Metal-Vocals treffen auf Klargesang beziehungsweise wird mit zweistimmigem Gesang gearbeitet. Musikalisch lassen sich Les Batards Du Roi irgendwo zwischen ihren Labelkollegen Griffon, Darkenhold und Les Chants De Nihil verorten, wobei die Truppe aus Orléans auf die dissonanten Elemente letztgenannter größtenteils verzichtet und das Episch-Atmosphärische in den Vordergrund stellt. Ruhige Teile mit cleanem Gitarrensound und gesprochenen Passagen treffen auf schnelle Parts („Vers l’Etoile solitaire“), Melodien und Eingängigkeit werden großgeschrieben („Le Chevalier au Corbeau“). Besonders in den ruhigen, gefühlvollen Passagen wohnt der Musik ein sehr melancholisches Element inne, was sich vor allem bei Nummern wie „Le Val Dormant“ zeigt. Der Band gelingt es, das hohe Niveau über die gesamte Spielzeit zu halten, wobei im letzten Drittel des Albums der Härtegrad noch etwas in die Höhe geschraubt wird und die ruhigen und klar gesungenen Passagen etwas in den Hintergrund treten. FAZIT: Les Batards Du Roi liefern mit „Les Chemins de l’Exil” ein überaus beeindruckendes zweites Album und einen mehr als starken Labeleinstand bei Les Acteurs de l’Ombre Productions. Mit ihrem mittelalterlich angehauchten melodischen Black Metal wird man bei der Zielgruppe, denen Zugpferde des Labels wie Griffon etc. gefallen, definitiv punkten können.
|