Im Gegensatz zum beklemmenden und finsteren „Die Festung“ und der davor erschienenen dunklen Romanze „Wölfe vor der Stadt“ ist „Highway to Hel“ trotz der eigentlich recht morbiden Thematik sehr skurril und humorvoll ausgefallen. Besonders der Gegensatz zwischen dem eher planlos vor sich hinlebenden Langzeitstudenten Max und der aus einer gutsituierten Familie stammenden Claire, die es gewohnt ist, zu bekommen was sie möchte, führt oft zu lustigen Schlagabtauschen. Ebenso wie ihre anderen Bücher ist auch „Highway to Hel von Ulrike Serowys bildhaftem Erzählstil geprägt, besonders beim in Island spielenden letzten Drittel des Buches erkennt man die Vorliebe der Autorin für dieses Land und die dortige Kultur. Auch die nordische Mythologie ist, aufgrund des Buchtitels wenig verwunderlich, ein Motiv in „Highway to Hel“. FAZIT: „Highway to Hel“ bietet kurzweilige Leseunterhaltung, die eine Portion (schwarzen) Humor beinhaltet und gleichzeitig deutlich weniger düster ausgefallen ist als Ulrike Serowys letzten beiden Bücher. Wenn Terry Pratchet zu Lebzeiten ein Roadmovie geschrieben hätte, könnte ich mir gut vorstellen, dass dabei so etwas wie „Highway to Hel“ herausgekommen wäre.
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