Ulrike Serowy - Highway To Hel    ULRIKE SEROWY
    Highway To Hel

    Release:  Highway to Hel
    Label:  Edition Outbird
    Stil:  Roman
    Spieldauer:  -
    Punkte:  8 von 10
    Homepage:  www.facebook.com/UlrikeSerowyAutorin

    In der Datenbank seit:  01.08.2025 / 16:58:01
    Gelesen:  6x  (seit Datenbankeintrag)

Nachdem sie kürzlich ihr für die deutsche Black Metal-Band-Beltez verfasste Erzählung „Black Banners“ in Buchform auf Deutsch unter dem Titel „Die Festung“ veröffentlicht hat, begibt sich die deutsche Autorin Ulrike Serowy mit dem vorliegenden Roman auf den „Highway to Hel“. In dem Buch spielt das aus der Horrorliteratur bekannte Thema von der Angst, lebendig begraben zu werden, eine Rolle. Die Firma Guardian Angel, bei der der Langzeitstudent Max nebenberuflich beschäftigt ist, bietet betuchterer Kundschaft den Service, eben dieses zu verhindern. Dazu werden die kürzlich Verstorbenen für eine gewisse Zeit mittels Kamera in ihren Särgen beobachtet. Als das passiert, womit niemand gerechnet hätte, nämlich dass eine junge Frau, Claire, tatsächlich in ihrem Sarg wieder aufwacht, ist Max plötzlich mittendrin in einem abenteuerlichen Roadmovie, dass das ungleiche Paar von Wuppertal über Köln nach Berlin und schließlich nach Island führt, wo sie ins Totenreich hinabsteigen müssen.

Im Gegensatz zum beklemmenden und finsteren „Die Festung“ und der davor erschienenen dunklen Romanze „Wölfe vor der Stadt“ ist „Highway to Hel“ trotz der eigentlich recht morbiden Thematik sehr skurril und humorvoll ausgefallen. Besonders der Gegensatz zwischen dem eher planlos vor sich hinlebenden Langzeitstudenten Max und der aus einer gutsituierten Familie stammenden Claire, die es gewohnt ist, zu bekommen was sie möchte, führt oft zu lustigen Schlagabtauschen. Ebenso wie ihre anderen Bücher ist auch „Highway to Hel von Ulrike Serowys bildhaftem Erzählstil geprägt, besonders beim in Island spielenden letzten Drittel des Buches erkennt man die Vorliebe der Autorin für dieses Land und die dortige Kultur. Auch die nordische Mythologie ist, aufgrund des Buchtitels wenig verwunderlich, ein Motiv in „Highway to Hel“.


FAZIT:

„Highway to Hel“ bietet kurzweilige Leseunterhaltung, die eine Portion (schwarzen) Humor beinhaltet und gleichzeitig deutlich weniger düster ausgefallen ist als Ulrike Serowys letzten beiden Bücher. Wenn Terry Pratchet zu Lebzeiten ein Roadmovie geschrieben hätte, könnte ich mir gut vorstellen, dass dabei so etwas wie „Highway to Hel“ herausgekommen wäre.


TRACKLISTE:

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LINE-UP:

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MICHAEL D.

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