Das düstere Bass-Instrumental „The Shadow Over…” leitet das folgende „Innsmouth“ ein (Lovecraft lässt grüßen in den Lyrics), das nach einem nach Megadeth klingenden Beginn mit seinen Gangshouts dann eine leichte Hardcore-Schlagseite zeigt, bevor es mit dem Titeltrack mit einer groovigen Midtemponummer weitergeht, die an langsamere Pantera-Songs erinnert. „Down My Stone” missachtet jegliche Geschwindigkeitsbegrenzungen und geht im Höllentempo nach vorne ab während „Verdun“ uns in die Schützengräben des ersten Weltkriegs entführt und nicht nur aufgrund der Kriegsthematik an die Deutschen Kreator erinnert. Auch die folgenden Stücke bieten druckvollen, technisch äußerst versierten Thrash Metal mit einer großen Portion Groove, der zu begeistern weiß. Das abschließende Black Sabbath-Cover „Solitude“ stellt mit seinen ruhigen, melancholischen Klängen einen Kontrast zum Rest der Scheibe dar, ist jedoch als Schlusspunkt des Albums genauso passend wie „Planet Caravan“ auf „Far Beyond Driven“ von Pantera. Die Nummer ist umso berührender, da nur zwei Tage vor dem Verfassen dieses Reviews Black Sabbath-Sänger Ozzy Osbourne verstorben ist. Der Song ist ein mehr als würdiger Tribut für ihn! FAZIT: Mit ihrem dritten Album „Beneath The Flesh“ spielen die Tiroler Silius definitiv in der Thrash-Metal-Oberliga mit und beweisen mit dem starken Black Sabbath Cover „Solitude“, dass auch die härtesten Thrash Metaller ein Herz haben. Wirklich starke Scheibe!
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